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Wenn Hebammen und Biester auf der gleichen Bühne spielen

Beast in Black im Z7

Bild: zvg
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Ein Haufen Finnen und ein Grieche: Turmion Kätilöt und Beast in Black liessen es zusammen mit dem begeisterten Publikum am Mittwochabend im Z7 so richtig krachen.

«Niemand würde in Finnland an ein Konzert an einem Mittwochabend gehen, da die Leute nicht saufen dürfen.» Spätestens mit dieser Ansage hatte die Band Turmion Kätilöt – zu deutsch Die Hebammen des Verderbens – das Publikum im Sack. Für einen Abend unter der Woche war das Z7 in Pratteln auch wirklich gut gefüllt.

Der Unterhaltungsfaktor mit der finnischen Elektronik-Crossover-Band war sehr hoch. Allein schon optisch war die Band ein perfekter Hingucker: Viel Schminke, schräge Klamotten und geile Posen. Es gab auch ein paar echt ulkige Szenen. So fand ich es amüsant, dass die beiden tiefdüster growlenden Sänger immer mal wieder das Publikum zum Arme hin und her schunkeln animierten.

Um nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, hatten sie sich wohl entschieden, das Publikum zuerst mit einem nicht ganz so harten, schon fast poppigen Song und vor allem mit englischen Lyrics zu begrüssen. Nachdem sie zehn Minuten zur früh gestartet hatten, hauten sie während guten 45 Minuten den Zuschauern ihre wilde Mucke um die Ohren. Ich kenne vor allem ihre älteren Tracks und fand diese live performed, echt geil. Gerne wieder!

Da singt ein Typ?

Dass die meisten Besucher wegen Beast in Black vor Ort waren, lag auf der Hand. Nach einer ziemlich langen Umbau- und vor allem Wartepause ging es endlich los. Die Biester wurden von der Sekunde Null an gefeiert. Schon nach dem zweiten Song schrie es aus zig Kehlen: «Beast in Black! Beast in Black!» So als ob lang ersehnte Legenden auf der Bühne gestanden hätten.

Die Band genoss es sichtlich, derart bejubelt zu werden. Zu ihrem Glück kamen sie gleich mehrfach an diesem Abend in diesen Genuss. Allgemein war die Publikumsinteraktion grossartig. So wurde mitgesungen, geklatscht, gelacht, gepogt und gefeiert, als gäbe es keinen Arbeitstag danach.

Die Biester spielten sich kreuz und quer durchs gar noch nicht so alte erste Album Berserker und natürlich auch durch ihr neues Baby From Hell With Love. Ob live oder ab Platte, die Songs sind extrem variantenreich und gehen direkt unter die Haut. Dazu beitragen tut vor allem die krasse Stimme vom Griechen Yannis Papadopoulos; die muss man einfach mal gehört haben. Als ich den Video-Clip zu Blind and Frozen das erste Mal sah, konnte ich fast nicht glauben, dass da ein Typ singen soll.

Aber auch instrumental haben es die Zupfmeisterfraktion und der Drummer echt im Griff. Immer wieder überliess ihnen Sänger Yannis darum die Bühne. Die Jungs strahlten um die Wette und zeigten pure Spielfreude. Gerade der immer lachende Schlagzeuger Atte Palokangas war besonders lustig. So Schlug er sich öfters mal fröhlich mit den Drums selber auf den Kopf oder kämpfte mit Yannis spasseshalber um die Herrschaft des Mikrophons. Da Beast in Black derzeit verdient zu den Senkrechtstartern in der Metalszene zählen, dürfen wir hoffentlich auf weitere Headliner-Touren von ihnen hoffen. Ich habe sie bereits zum dritten Mal gesehen und kann sagen, dass es sich auch dieses Mal der Weg ins nicht ganz nahegelegene Z7 extrem gelohnt hat.

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