Das erwartet dich am Les Georges Festival 2019

Ein Festival zum Verlieben

Ein Openair mitten in der Stadt Freiburg. Das alljährliche Festival Les Georges lädt auch in diesem Jahr vom 15. bis zum 20. Juli zu einer breit und bunt gefächerten Festivalwoche mit nationalen wie internationalen Acts ein. Wir präsentieren dir einen schmackhaften Durchlauf durch das Programm.

Der Place Python mitten im Herzen Freiburgs, auf welchem man ansonsten am Mittwoch oder Samstag durch den lokalen Markt flanieren kann, verwandelt sich seit fünf Jahren einmal im Sommer in ein reges Festival mit abwechslungsreichem Programm. Das Les Georges bindet sich an kein Genre und bedient sich an aufkommenden wie bekannten Acts verschiedener Stilrichtungen. Als Vorspeise meist Musikalisches aus der Umgebung (für die Umgebung), internationale Durchstarter als Hauptgang und als Zwischenverpflegung aufregende Acts auf der kleinen Nebenbühne. Das Les Georges bietet spannende Kombinationen an zahlungspflichtigen wie kostenlosen Konzertabenden an. Wir verraten euch, was uns in dieser Konzert-Woche erwarten wird.

Montag 15.7. – Nervenaufreibende Tanzexplosion

Kostenloser Abend

Der erste Festivalabend wird von der mitreissenden Freiburger Cumbia Band Saraka eröffnet. Tanzfieber à discretion, bis die Hüften schmerzen. Zu Flamingods schüttelt man sich anschliessend den Wüstensand aus den Haaren, die Nomaden aus Bahrain und London wissen mit exotischem Psychedelic-Pop den ekstatischen Restschweiss aus den Poren zu locken. Süchtigmachende tribale Rhythmen explodieren im Afropunk und Tshegue beendet in antreibender Manier den ersten Festivalabend. Die kongolesische Sängerin Faty Sy Savanet kreiert mit dem französisch-kubanischen Produzenten Nicolas Dacunha und Begleitband elektrisierenden Afrobeat, mit welchem sich der Python-Platz nur allzu herrlich zu Boden stampfen lässt.

Dienstag 16.7. – Laute Gitarren und wilde Frisuren

Kostenpflichtiger Abend

Lokalmatador Sacha Love schwingt die Klampfe und huldigt dem sumpftriefenden Blues aus den Südstaaten Amerikas mit teuflisch-stimmigen Licks und wird mit einer unheimlichen groovenden Rhythmussektion und polterndem Sousaphon unterstützt. Massgeschneiderter Rock’n’Roll, wie könnte ein Abend besser starten? Die Briten Temples stehen zwar für Modern Psychedelia, könnten dem Haarschnitt nach allerdings glatt aus den 60er-Jahren entsprungen sein. Klingen tut es wie ein hochprozentiges Gemisch aus zugedröhnten Beatles und experimentierfreudigen Byrds. Zu guter Letzt sorgt Feu! Chatterton für ein Feuerwerk von Rock und Poesie. Die Band aus Paris gilt momentan zu den faszinierendsten Acts von Frankreich, ihre Musik wie ein sehnsüchtiger Schrei nach Melancholie. Ganz in Französisch versteht sich.

Mittwoch 17.7. – Rap, Rap, Rap

Kostenpflichtiger Abend

Erstmals am Les Georges steht ein Konzertabend ganz im Zeichen des Rap. Eröffnet wird dieser von KT Gorique, einer jungen Wortjongleurin aus Martigny, welche dem Old-School-Hip-Hop neuen energievollen Glanz verleiht. Der französische Rapper Jazzy Bazz, bekannt geworden durch seine Teilnahme am Battleturnier Rap Contenders 2011, sieht mit tristen und feinst adjustierten Zeilen die vertonte Welt von der düsteren Seite aus. Sein Mitstreiter von L’Entourage Alpha Wann übernimmt anschliessend die Bühne im Alleingang ein. Mit seinem neusten Album Une main lave l’autre vom letzten Jahr sucht er das Les Georges mit seinem einfahrenden Flow heim.

Les Georges Festival in Freiburg
Bild: zvg

Donnerstag 18.7. – Tropisch und psychedelisch

Kostenloser Abend

Die in der Romandie ihr Unwesen treibende Blumenhemdträger aus Vevey Service Fun servieren tropischen Rock mit psychedelischem Beigeschmack, Afrobeat gibts obendrauf dazu. Passend auf dem Menü steht anschliessend mit Tamikrest staubige Wüstenmusik aus Afrika. Die Band, welche dem Volk der Tuareg angehört, mischt ihre traditionelle Musik mit westlichem Rock und Pop. Klingen tut es wie hochprozentiger Wüstenblues, Fans von Bombino, Tinariwen oder Imarhan kommen hier voll auf ihre Kosten. Als Nachschlag wird man bis in die Nacht hinein von Ammar 808 mit antreibender und perkussiv-überladener tunesischer Volksmusik bedient.

Freitag 19.7. – Mit Indie in die Nacht hinein

Kostenloser Abend

Eröffnet wird der zweitletzte Abend mit einer geballten Ladung Indie-Pop von der jungen Band Gjon’s Tears aus Freiburg, deren Sänger in der Sendung The Voice mit seiner markanten Stimmgewalt auf sich aufmerksam gemacht hat. Die Zürcher Band Crimer weist einem anschliessend den Weg auf die Vintage-Pop-Tanzfläche der 80er Jahre zurück. Pouvoir Magique aus Frankreich und Los Pashimnas aus Fribourg tauchen anschliessend den Place Python mit berauschend bis delirischen Electo-Klängen und lassen uns an eine Techno-Überdosis erliegen.

Samstag 20.7. – Vom Dream Pop auf die Disco-Tanzfläche

Kostenpflichtiger Abend

Für den letzten Abend der sechsten Ausgabe des Les Georges ziehen die Programmatoren nochmals alle Register: Mit Requin Chagrin gibt es französischen Dream-Pop der Extraklasse, bittersüss und herzschmerzend mit Wohlfühl-Garantie. Bombastisch wird es anschliessend mit Balthazar: Nach ihrer Pause, bei welchem sich die einzelnen Musiker ihren Soloprojekten widmeten (Warhaus, J.Bernardt, Zimmermann) kehren die Belgier zu ihrem unverkennbaren Indie-Rock Sound und mit neuem Album Fever zurück. L’Impératerice aus Paris sorgen danach mit pulsierendem Disco-Pop, dass zu sanft-schnittigen Synthies und einladenden Bässen auch die Tanzbeine gefühlsvoll ausgeschwungen werden. Trauerende Abschlussstimmung kann man zuletzt mit Stimming vergessen, stattdessen gibt es ansteckende Live-House-Musik als Bettmümpfeli.

Le Bühneli für Zwischendurch

Nebst den Acts auf der grossen Bühne wird man bei der kleinen Rampe, dem «Bühneli» während den Umbauzeiten mit jungen und aufregenden Gruppen verköstigt. Die Gustav Academy präsentiert beispielsweise an den kostenlosen Abenden ihre neuen Talente, an anderen Abenden sorgen Vinylaufleger für gelassene Stimmung. Eine Chance auf Langweile steht nicht im Angebot.

Das Le Schorsch wartet

Alles in allem eine Woche mit abwechslungsreichem Programm mit Hang zu Neuentdeckungen. Gratis oder kostenpflichtig, es warten aufregende Musikerinnen und Musiker auf tanzende Beine und schwingende Mähnen. Klein aber fein und das mitten im Herzen von Fribourg. Und ein Bier auf Französisch zu bestellen, das schafft man noch gerade. Kleiner Tipp: In Fribourg heisst ein grosses Bier übrigens «une canette». Nicht zuletzt kommen alle Personen, die Georges (oder Georgette, Giorgio, Jorge, Georg, Joris) heissen, gratis ans Festival. Kein Witz.

Und hier gibts die Tickets für die kostenpflichtigen Abende.

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