Die Orsons im Exil Zürich
Bild: Larissa Baiter

Die Orsons reissen das Exil ab

Eigentlich sind sich die Orsons grössere Hallen gewöhnt. Doch was die Jungs im Zürcher Exil boten, lässt hoffen, dass die Clubkonzerte noch lange bestehen bleiben.

Es war das letzte Konzert ihrer diesjährigen Tour. Die Orsons kamen gerade aus Stuttgart und sind sich eigentlich grössere Hallen gewöhnt. Doch so ein Wohnzimmerkonzert mit den Jungs hat seinen ganz eigenen Charme. Die Unmittelbarkeit zwischen Bühne und Publikum war einzigartig. Dass das in dieser Form möglich ist und ohne Zwischenfälle funktioniert, lässt hoffen, dass solche Clubkonzerte noch lange weiterlaufen können.

Da keine Vorband eingeplant war und die Orsons zudem über eine Viertelstunde Verspätung hatten, zog sich die Wartezeit vor dem Konzert wie ein Kaugummi. Der Club füllte sich immer mehr, es wurde wärmer und enger. Dann endlich verdunkelte sich der Raum und die Nebelmaschine setzte ein. Eine Frauenstimme geleitete das Publikum durch die verschiedenen Abschnitte des Konzertabends und die Orsons füllten die einzelnen Kapitel mit ihren Inhalten.

Erstaunlich wie gut einstudiert dabei ihre Tanzbewegungen waren. Sowas hätte man bei einer Boyband, aber nicht bei einer Rapcrew erwartet. Doch die Orsons sind mit ihren Bühnenoutfits und ihren Songtexten sowieso eher abseits des Deutschrap-Mainstreams.

Die Orsons im Exil Zürich


Wie Jesus

Die Orsons brachten an diesem Abend eine bunte Mischung aus alten Klassikern und Songs aus ihrem neuen Album mit. So tanzten sie mit uns zu Ventilator und pumpten Energie bei Songs wie Wodka Apfel Z oder Partykirche. Selbstverständlich wurde bei Partykirche das Publikumsmeer geteilt und natürlich lief Maeckes wie Jesus über das Menschenmeer. Trotz Wohnzimmerkonzert-Feeling hat’s gereicht, ihn kurz an die Bar zu tragen, ihm ein Bier zu organisieren und dann wieder zurück auf die Bühne zu tragen. Das Bier wurde selbstverständlich unter tosendem Applaus in einem Zug ausgetrunken.

Zur gemütlichen Stimmung trugen Balladen wie Feuer und Öl bei. Oder die Tatsache, dass das Publikum mit Handbewegungen ein Lagerfeuer – alternativ Luftkraulen – in der Mitte entfacht hatte. Tanzen, springen, mitklatschen, mitrappen und – ganz selten – dazwischen mal ein Foto mit dem Handy machen. So muss ein Konzert sein.

Die Energie zwischen den Orsons und dem Publikum war fantastisch. Die Aufmachung der Band originell und weitab vom Typischen. Die kleine Bühne wurde voll ausgenutzt, auch Licht und Technik haben gut funktioniert, die Nebelmaschine wurde etwas überstrapaziert, grade für die Band und die erste Reihe war das mit der Zeit etwas unangenehm. Angenehm hingegen war die direkte Nähe zu den Orsons, mit persönlicher Ansprache der ersten Reihe und extrem guter Laune.

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